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Kinder | Sicher im Pool und am Strand

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Geschrieben von My Gastautor

Parents4safety untersucht die Sicherheit von Pools in Ferienanlagen. Aktu­elles Ergebnis: In jedem getesteten Becken in den Zielgebieten Kanaren, Balearen, Türkei und Ägypten wurden Mängel festgestellt, von 100 getesteten Pools seien 31 lebensgefährlich, so die Tester.

In vielen Pools kann es der Untersuchung zufolge zu Verletzungen kommen, vor allem durch Ansauganlagen mit falschen Gitterkonstruktionen und zu hoher Strömungsgeschwindigkeit. Kinder zwischen sieben und elf sind besonders gefährdet, sie verbringen viel Zeit im Wasser und können die Gefahr nicht einschätzen.

Nicht einfach an den Strand lassen

Unser Rat an die Eltern: Vorher mal den Pool genauer in Augenschein nehmen, ein schlechter allgemeiner Erhaltungszustand sollte misstrauisch machen. Das mit dem Prüfenden Blick gilt übrigens auch, bevor die Kinder ins Meer stürmen. Eltern sollten checken, ob der Meeresboden am Ende abrupt abfällt.

Kind taucht

 

Gefahr auch im Flachwasser

Vorsicht! Kleine Kinder können selbst in flachen Gewässern ertrinken, warnen die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ e.V. (BAG) und die . „Man sollte kleine Kinder an Gewässern grundsätzlich nie aus den Augen verlieren und immer in Griffnähe bleiben“, so Martina Abel, Geschäftsführerin der BAG – und das Tragen von Schwimmflügeln könne immer nur ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor sein.

Kinder ertrinken leise

Kleine Kinder können selbst in wenige Zentimeter tiefem Wasser ertrinken, sollten sie mit dem Gesicht nach vorn stürzen. Kinderköpfe sind im Verhältnis zum Körper schwerer, zudem sind  Hals- und Nackenmuskulatur in der Relation zu schwach. Zudem verlieren sie die Orientierung, sobald ihr Gesicht im Wasser ist. Sie sind nicht in der Lage, sich selbst wieder aufzurichten. Das reflexartige Kopf-über-Wasser-bringen ist bei Kleinkindern noch nicht erlernt! Was viele Eltern nicht wissen: Kinder ertrinken, ohne um Hilfe zu rufen. Sie sinken schnell auf den Grund, ohne zu strampeln oder zu schreien, da der sogenannte Stimmritzenkrampf das Rufen des Kindes verhindert.
Das Klischee, dass ertrinkende Personen – auch Erwachsene – durch Winken und Hilferufe auf sich aufmerksam machen, ist falsch. Richtig ist, dass Ertrinken fast nie nach diesem filmreifen Ertrinken aussieht. Die Opfer schaffen es bestenfalls, sich über Wasser zu halten und zu atmen.

BadeDLRG

Schwimmt mein Kind sicher?

Laut DLRG kann in Deutschland jedes zweite Kind im Alter von zehn Jahren noch nicht sicher schwimmen! Der DLRG bezeichnet ein Kind erst  dann als so „wassersicher“, dass es ohne Aufsicht baden gehen kann, wenn es sich unter Wasser so gut zurechtfindet wie über Wasser, auf dem Rücken  und eine Viertelstunde ohne Halten in tiefem Wasser schwimmen kann – und nicht mit dem Schwimmen stoppen muss, sollte es Wasser geschluckt haben

 

 


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