Umweltschutz

CO₂-Kompensation | Unser Wiederaufforstungs-Projekt

CO2-Kompensation durch AABENTEUER UND REISEN: So sieht Regenwald aus – und er soll wieder wachsen, nachdem er an vielen Stellen gerodet wurde für Plantagenwirtschaft
Peter Pfänder
Geschrieben von Peter Pfänder

CO2-Kompensation ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Ab der Ausgabe 4/2019 kompensiert ABENTEUER UND REISEN den CO2-Ausstoß, den die Flüge und Schiffsreisen unserer Reporter verursachen, durch das Pflanzen von Regenwaldbäumen in Costa Rica. Wie wir das tun und weshalb, erzählen wir hier

Schon länger diskutiert das Redaktionsteam von ABENTEUER UND REISEN über den Carbon Footprint unserer Produktionsreisen. Nun haben wir uns für die CO2-Kompensation durch ein Wiederaufforstungs-Projekt in Costa Rica entschieden.

Dazu berechnen wir mit atmosfair.de die Mengen an ausgestoßenem CO2, die durch jene Flüge und Kreuzfahrten anfallen, die Fotografen und Autoren für Produktionen exklusiv von uns beauftragter Reportagen antreten.

CO2-Kompensation von Flügen in Costa Rica auf Land der La Tigra Rainforest Lodge: Gärtner Oskar bringt Baumnachwuchs zur Pflanzstelle

Reserva Bosque La Tigra in Costa Rica: Gärtner Oskar bringt Baumnachwuchs zur Pflanzstelle. Hier pflanzen wir Bäume zur CO2-Kompensation

Costa Rica, La Tigra Rainforest Lodge: Gärtner Oskar pflanzt junge Bäume für das Aufforstungs-Projekt „El Bosque La Tigra“

Costa Rica, La Tigra Rainforest Lodge: Gärtner Oskar pflanzt junge Bäume für das Aufforstungs-Projekt Reserva Bosque La Tigra

CO₂-Kompensation: So soll er in vielen Jahren aussehen, der wiederaufgeforstete Regenwald auf den geschützten Ländereien von "La Tigra Rainforest Lodge" und Travel to Nature

So soll er in vielen Jahren aussehen, der wiederaufgeforstete Regenwald des Reserva Bosque La Tigra auf den Ländereien der „La Tigra Rainforest Lodge“ zur CO2-Kompensation unserer Reporterflüge

CO₂-Kompensation in Costa Rica: Die "La Tigra Rainforest Lodge" ist der Partner von ABENTEUER UND REISEN bei der CO2-Kompensation

Costa Rica: Die „La Tigra Rainforest Lodge“ ist der Partner von ABENTEUER UND REISEN bei der Reduktion des Carbon Footprint

CO₂-Kompensation von ABENTEUER UND REISEN und Travel to Nature

Zusammen mit dem deutschen Reiseveranstalter pflanzen wir im Rahmen des Wiederaufforstungsprojekts auf nunmehr geschütztem Privatland, wo früher primärer Regenwald wuchs, pro 700 Kilogramm ausgestoßenem CO2 einen Baum.

Wichtig ist dabei: Es kommen keine schnellwachsenden Bäume zum Einsatz, sondern nur einheimische, vom Aussterben bedrohte Baumarten, wie sie für den Regenwald vor Ort typisch sind, etwa der endemische Tostado-Baum. So wollen wir mit unseren Partnern in Costa Rica sicherstellen, dass ein wichtiger Genpool entsteht.

Nach fünf Jahren haben viele der Bäume schon eine Höhe von 8,9 Metern. Ist das gesamte 23 Hektar große Areal des Reserva Bosque La Tigra bepflanzt, wird es Teil des wichtigen National Program of Biological Corridors PNCB sein.

„La Tigra Rainforest Lodge“: Unser Reporter Thomas Linkel pflanzt einen Baum. Thomas ist unser Pionier in Sachen CO2-Kompensation

Costa Rica, La Tigra Rainforest Lodge, CO₂-Kompensation CO2-Kompensation: Thomas Linkel beim Pflanzen

Reporter Thomas Linkel pflanzt während einer Reportage-Produktion im Reserva Bosque La Tigra einen Baum

In jeder Ausgabe unseres Magazins erscheint fortan ein CO2-Status-Report. Dort legen wir en detail dar, wie groß der Carbon Footprint der einzelnen Recherchereisen ausfällt und welche Zahl an Bäumen dafür im Reserva Bosque La Tigra gepflanzt wird.

CO₂-Ausstoß von Reporterreisen für die Ausgabe 4/2019
ABENTEUER UND REISEN

Das ist aufschlussreich: So hat der Flug unseres Reporters für die Reportage über Shanghai, Nanjing und Suzhou 5.700 Kilogramm Kohlendioxid ausgestoßen – während der Carbon Footprint von drei Griechenlandflügen von drei Reporter-Kollegen für die Titelstory bei insgesamt 2.515 Kilo liegt.

C02-Kompensation Schadstoffwerte atmosfair.de CO₂-Kompensation

Dabei wissen wir genau so gut wie Ihr, dass die Vermeidung von CO2 besser als jede Kompensation ist. Aber es ist schon viel gewonnen, wenn wir alle bewusster verreisen, uns nochmals überlegen, ob man nur für ein Wochenende wirklich nach Marrakesch oder für vier Tage nach Bangkok (9.366 Kilo) fliegen muss, oder ob es bei Reisen innerhalb Deutschlands und Mitteleuropas nicht umweltfreundlicher (und entspannter) mit dem Zug geht.

CO₂-Kompensation: Was jeder von uns tun kann

Wer seine Flüge mit Anbietern wie ,  oder direkt bei kompensiert und seinen persönlichen Carbon Footprint verringert, tut damit einen ersten, wichtigen Schritt.

Das Team von ABENTEUER UND REISEN legt seit vielen Jahren Wert auf Umweltthemen. So berichteten wir schon vor über zehn Jahren über Bio-Hotels, immer mehr Plastik in Meeren, Flüssen und Seen – und an „Traumstränden“. Wir widmeten uns schon vor Jahrem dem weltweiten Sandklau, der immer mehr Strände verschwinden lässt, den Auswüchsen des Massentourismus (#Overtourism), der wieder zunehmenden Wilderei in Afrika, der ungezügelten Bauwut auf den Malediven und dem weltweiten Korallensterben.

Die Kurz-Checks zu den Reisereportagen in ABENTEUER UND REISEN zeigen Umweltprobleme auf, beleuchten die Menschenrechtslage und Missstände wie Frauenbeschneidung und Diskriminierung von Homosexuellen in den von uns vorgestellten Ländern.

Warum das denn, fragen sich jetzt manche – das verdirbt einem doch die Reiselust. Nein. ABENTEUER UND REISEN tut dies, weil man diesen Problemen nicht aus dem Weg gehen kann. Und weil wir überzeugt sind, dass zum Bereisen und Erleben fremder Länder auch das Wissen um solche Problematiken unverzichtbar ist. Keiner von uns lebt und reist unter der Käseglocke, das zeigen auch die vielen kritischen Leser-Mails, die uns zu solchen Fragen erreichen.

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Update: News aus „unserem“ Regenwald in spe

14. März: Gestern haben Schüler der Dorfschule „Los Criques“ aus dem Valle Azul einige „unserer“ Regenwaldbäume gepflanzt

25. Februar: So sieht „unser“ Grundstück aus der Luft aus + Wo einst Regenwald wuchs, machte sich eine Maracuja-Plantage breit, die die Umwelt auch durch den massiven Pestizid- und Inseltizideinsatz belastete + Das wird sich wieder zum Guten ändern.

Die Pflanzreihen für unsere „Carbon Dioxide Compensation Trees“ im Reserva Bosque La Tigra sind bereits vorbereitet + Wegen der anhaltenden Trockenheit können in einem erstem Schwung nur 100 Bäume in die Erde

Der Wiederaufforstungsbereich für die ABENTEUER UND REISEN-Bäumchen aus der Luft. Hier war früher eine Maracuja-Plantage

Der Wiederaufforstungsbereich für die ABENTEUER UND REISEN-Bäumchen aus der Luft. Hier war früher eine Maracuja-Plantage

22. Februar: Der erste Baum wurde gepflanzt + Wir bekamen aus Costa Rica ein Bild des zur Wiederaufforstung vorbereiteten Stücks Land +  Tostado-Baum-Setzlinge werden in der Baumschule herangezüchtet

 

 



Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch: eine 10.000-Kilometer-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten ihn während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von „gambleinfo“ liebt fremde Ufer, spannende Großstädte weltweit und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up-Paddling im Sommer wie im Winter, bei Mountainbike-Touren – und in der Sauna.