Länderberichte

Schweiz | Luzern-Vierwaldstättersee

Markus Stein
Geschrieben von Markus Stein

Das Herz der Eidgenossen schlägt in Luzern-Vierwaldstättersee. Gut erschlossen sind die Aussichtsberge und traumhaft die Berglandschaften. 20 Dinge und Orte, die man gesehen und erlebt haben muss.

Steiler Zahn – Pilatus

Der Pilatus ist der Hausberg von Luzern-Vierwaldstättersee, erreichbar mit der steilsten Zahnradbahn der Welt ab Alpnachstad oder ab Kriens mit der Gondel und der Luftseilbahn Dragon Ride. Die Aussicht ist einmalig, auch übernachten kann man auf 2.132 Meter Höhe. In der Zwischenstation Fräkmüntegg gibt es einen Seilpark und die längste Sommerrodelbahn der Schweiz.

Total entspannt – Seebad Luzern

Das Seebad Luzern bietet Badespaß mitten in der Stadt. Am repräsentativen Nationalquai in Luzern haben die Badegäste die Möglichkeit, sich im  See zu erfrischen. Restaurant und Bar runden das Sommervergnügen ab.

Nostalgie zieht – Furka-Dampfbahn

Auch die Furka-Dampfbahn bietet ein außergewöhnliches Reise-Erlebnis durch eine grandiose Gebirgslandschaft: In rund zwei Stunden fahren die restaurierten Nostalgiezüge von Realp nach Oberwald oder umgekehrt. Entlang der rauschenden Furkareuss klettert die Dampflok bergwärts. Ein ausgedehnter Stopp erfolgt auf der Furka auf 2.160 Meter. Anschließend rollt der Zug ohne Zahnradhilfe durch den fast zwei Kilometer langen Scheiteltunnel dem Wallis entgegen. Einen besonderen Anblick bietet der Rhonegletscher, der sich zwischen schneebedeckten Berggipfeln zeigt.

Mit der nostalgischen Furka-Dampfbahn durch die Berglandschaft düsen

Mit der nostalgischen Furka-Bahn durch die Berglandschaft dampfen

Bock auf Wandern – Rothorn

Der Steinbock-Trek Rothorn führt über alpine, gut gepflegte Wanderwege. Die Wanderung erfordert Trittsicherheit, richtiges Schuhwerk und eine gute Kondition. Die Route ist ab der Bergstation Rossweid als Steinbock-Trek ausgeschildert. Auf der Rossweid selbst wartet der Erlebnispark Mooraculum. Das Rothorn ist mit 2.349 Metern der höchste Luzerner Berg.

Süß! – Max Chocolatier

Eine Schokoladenboutique mitten in der Stadt Luzern. In der Etage direkt über dem Verkaufsgeschäft wird auf engstem Raum beste Schokolade hergestellt. Die Zutaten stammen soweit möglich aus der Region.

Jeder mag's: die Schoki von Max Chocolatier

Jeder mag’s: die Schoki von Max Chocolatier in Luzern

Bergsee – Golzern

Die Anreise erfolgt mit Zug oder Schiff nach Flüelen. Dort wartet das Postauto und bringt die Passagiere nach Bristen ins wildromantische Maderanertal. Weiter geht’s mit der Luftseilbahn nach Golzern auf 1.400 Meter. Über einen (kinderwagentauglichen) Weg erreicht man den idyllischen Golzernsee, der zum Baden einlädt. Fürs leibliche Wohl sorgen verschiedene Berggasthäuser auf Golzern.

Matterhörnchen – Schwyzer Wahrzeichen

Sie gelten als das eigentliche Wahrzeichen von Innerschwyz: die Mythen-Gipfel. Den großen der beiden Berge nennt der Volksmund auch gern das „Matterhorn der Wanderer“. Schließlich ist der steile und enge Weg auf den Großen Mythen (1.898 Meter) auch für gute Bergwanderer geeignet, beim Aufstieg helfen abschnittsweise Ketten und Seile. Auf dem Gipfel lässt der fantastische 360-Grad-Ausblick Anstrengungen und Schweiz vergessen: Zu Füßen liegt der Talkessel von Schwyz und das Auge blickt über die Zentralschweizer Berge bis ins Berner Oberland und in die Weite des Mittellandes.

Das "Matterhorn für Wanderer": Der Grosse Mythen, das Wahrzeichen der Innerschwyz

Das „Matterhorn für Wanderer“: Der Grosse Mythen, Wahrzeichen der Innerschwyz

Auffi! Klettersteig Fruttstägä

Von Bürglen aus schwebt die Luftseilbahn nach Biel-Kinzig. Nach einer kleinen Wanderung präsentiert sich der neue, kurze, aber beeindruckende Klettersteig Fruttstägä. (Aufstiegszeit: eine Stunde, Distanz: 150 Höhenmeter) mit dem Schwierigkeitsgrad K4. Oben angekommen, genießt man eine herr liche Aussicht. Wer nicht genug bekommen kann von der Fernsicht, der wandert weiter auf die Chinzig Chulm auf 2.073 Meter und kehrt dann zurück zur Seilbahn Biel-Kinzig oder Ratzi.

Oldtimer-Touren by „The Chedi Andermatt

Einmal im Classic Car von Kurve zu Kurve tuckern und sich den „aromatischen“ Benzinduft um die Nase wehen lassen. Und das in einer der schönsten Berglandschaften der Welt. Das luxuriöse Paket „Indulge in Style: Classic Car“ macht’s möglich! Damit können sich Oldtimerfans hinter das Lenkrad eines neuen, nachgebauten Morgan Plus 4 setzen. Der zweitürige britische Cabrio-Sportwagen wurde ursprünglich zwischen 1950 und 1969 hergestellt. Das Paket beinhaltet neben zwei Übernachtungen ein Vier-Gang-Abendessen, Champagner und Kanapees auf dem Zimmer und die Tagesmiete für einen Morgan Plus 4. Die Architektur des Fünf-Sterne-Luxusresorts kombiniert die heimische Bauweise mit asiatischem Design. Package-Preis: ab 700 Euro pro Person im Deluxe-Zimmer.

Luxushotel "The Chedi Andermatt": Mit dem Classic Car über Alpenpässe düsen

Luxushotel „The Chedi Andermatt“: Mit dem Classic Car über Alpenpässe düsen

Mehr als Wurst – Metzgerei Muheim

Wer durch Andermatt spaziert, kommt an der Metzgerei Muheim an der Gotthardstraße vorbei. Der 1900 gegründete Familienbetrieb steht für Qualitätsfleisch und lokalen Spezialitäten. Im Angebot sind ungefähr 40 Sorten Alpkäse aus der Region. So kommen beispielsweise Geisskäse und Formaggini von Bergbauern aus der Leventina im Tessin. Und die Fondue-Mischung „Gottardo“ mischt Ferdi Muheim je zur Hälfte aus Urner und Tessiner Bergkäsen. Von den umliegenden Alpen stammen auch Butter und Ziger. Zu den Spezialitäten gehören darüber hinaus Urner Bindenfleisch, Rauchfleisch, Rohspeck, Geiss- und Schaflittli, „Hüswirschtli“, Geiss-, Yak- und Hirschwürste.

360-Grad-Panorama – Drehgondelbahn Stuckli Rondo

In acht Minuten gondelt man von Sattel auf den Mostelberg. Und das mit Rundumsicht, denn die Gondel (jeweils für maximal acht Personen) dreht sich während der Fahrt gemuütlich um die eigene Achse. Oben wartet nur wenige Schritte von der Bergstation entfernt die nächste Attraktion: Die kühne Fußgängerhängebrücke „Skywalk“ überspannt das romantische Lauitobel. Der Blick in die Tiefe und das Schaukeln der Brücke machen die Überquerung zu einem Erlebnis, das unter die Haut geht. Mit einer Länge von 374 Metern gehört der „Skywalk“ zu den längsten Fußgängerhängebrücken Europas. Die begehbare Fläche ist zwischen 90 und 180 Zentimeter breit, sie ist also auch für Gäste im Rollstuhl befahrbar.

Schaukelpartie: Auf der Hängebrücke über das romantische Lauitobel

Schaukelpartie: Auf der Hängebrücke das romantische Lauitobel überqueren

Teufelswerk – Schöllenenschlucht

Die Schöllenenschlucht mit der Teufelsbrücke ist eine der berühmtesten Schluchten in der Schweiz. Während eines 30-minütigen Spaziergangs erlebt man die Schöllenen hautnah zwischen senkrechten Felswänden samt der rauschenden Reuss. Der Sage nach ließen die Urner einst den Teufel eine Brücke zwischen den Felswänden bauen. Der forderte dafür die Seele desjenigen, der als Erster die Brücke überquert. Die cleveren Urner interpretierten die unpräzise Formulierung zu ihren Gunsten und schickten einen Ziegenbock los …

Zehn Seen seh’n – Fronalpstock

Die malerischen Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge auf dem Fronalpstock bringen jeden Naturfreund zum Schwelgen. Zumal es sehr praktisch ist, wenn das Bett dabei nicht weit entfernt ist. Das Gipfelrestaurant „Fronalpstock“ bietet seinen Gästen acht gemütliche Zimmer mit eigenem Sitzplatz, Badezimmer und atemberaubender Aussicht – in 1.922 Meter Höhe mit einer 360-Grad-Panorama-Sicht auf zehn Schweizer Seen und unzählige Alpengipfel.

Unvergessliches Erlebnis: Sonnenauf- und -untergänge auf dem Fronalpstock erleben

Unvergessliches Erlebnis: Sonnenauf- und -untergänge auf dem Fronalpstock erleben

Ab geht die Post! Pässefahrten

Die schönsten Alpenpässe mit dem Postauto genießen! Eine Reise mit dem Postauto über die Zentralschweizer Alpenpässe ist ein faszinierendes Erlebnis. Ohne eigenen Fahrstress kann man sich an den blühenden Wiesen, klaren Bergseen und weiten Gletschern erfreuen. In Andermatt beginnen zwei verschiedene Drei-Pässe-Fahrten: Gotthard-Nufenen-Furkapass und Susten-Furka-Grimselpass.

Schlafen im Tipi – Bodmi

Mit der Seilbahn schwebt man hinauf auf das Bodmi oberhalb von Seedorf. Die herrliche Aussicht auf die Bergwelt und den Urnersee lässt sich beim Lagerfeuer bis in den späten Abend genießen. Man übernachtet im geräumigen Tipi und erwacht in frischer Bergluft. Und freut sich aufs kräftige Bauernbrunch.

In urigen Tipis übernachten, das kann man auf dem Bodmi, oberhalb von Seedorf

In urigen Tipis übernachten, das kann man auf dem Bodmi, oberhalb von Seedorf

Seeblicke – Tal- und Gipfel-Wandern

Die „Königstour“ in Schwyz dauert sechs Tage. Sie führt in einem Rundkurs zu den schönsten Gipfeln und Tälern, wobei unterwegs immer wieder der Vierwaldstättersee aufblitzt. Die Herausforderung umfasst 120 Kilometer, 6.000 Höhenmeter und 42 Stunden Wanderzeit. Die Tour mit fünf Übernachtungen inklusive Frühstück und Tourpass mit 20 Prozent Ermäßigung auf den Bergbahnen ist ab 330 Euro pro Person bei Schwyz Tourismus buchbar.

Gemsstock – 600 Gipfel im Blick

Stattliche 1.500 Meter geht’s mit der Gondel hinauf von Andermatt zum Gemsstock auf einen Höhe von fast 3.000 Meter. In der Gipfellounge genießt man die Aussicht auf uüber 600 Gipfel. Bei der Mittelstation Gurschenalp wartet ein Spielplatz und eine Schnitzeljagd mit Satellitenunterstützung und GPS auf aktive Kinder. Am Sonntag steht im Bergrestaurant „Gurschenalp“ das Älplerzmorge auf dem Programm. Ein Älplerzmorge besteht aus Produkten, die auf der Alp gemacht wurden wie Brot, Käse, Milch und Butter. Jeder Älpler bereitet aber das Zmorge auf seine eigene Art zu, Konfitüre, Trockenwürste und so weiter kommen teilweise auch dazu.

Sprudelt schön – Vier-Quellen-Weg

Die Wetterscheide Europas erwandert man auf dem Vier-Quellen-Weg. Im berühmten Gotthard-Massiv erreicht man die vier Quellen von Rhein, Reuss, Ticino und Rhone, die in alle vier Himmelsrichtungen fließen. Der alpine Wanderweg ist rund 85 Kilometer lang und kann in einzelnen Tagesetappen oder zusammenhängend mit Übernachtungsmöglichkeiten zurückgelegt werden.

Der Vier-Quellen-Weg führt zu den Ursprüngen von Rhein, Reuss, Ticino und Rhone

Der Vier-Quellen-Weg führt zu den Ursprüngen von Rhein, Reuss, Ticino und Rhone

Majestätisch – Rigi

Die Königin der Berge, so wird die Rigi auch genannt, ist einerseits Gipfel für „Faule“ (viele Bergbahnen), aber auch Gipfel für Aktive. Mit einem Wanderwegenetz von rund 100 Kilometern ist die Rigi ein Ausflugsberg, der für alle Schwierigkeitsgrade etwas bietet. Zudem gibt es viele Einkehrmöglichkeiten wie die „Alp Chäserenholz“, das „Chalet Schild“ oder das „Alpencafé Rigi Maison“.

Verschworen – Waldstätterweg

Der Waldstätterweg führt in sieben Tagesetappen von Brunnen rund um den Vierwaldstättersee auf das Rütli (die sagenhafte Wiese, auf der die Eidgenossen aus Uri, Schwyz und Unterwalden der Legende nach ihren Eid schworen). Zu erleben ist die einmalige Natur- und Kulturlandschaft mit ihren historischen Stätten, Dörfern, Ufern und der Stadt Luzern. Kombiniert mit dem 1991 konzipierten „Weg der Schweiz“ umrundet man den ganzen Vierwaldstättersee.

Waldstätterweg: in sieben Tagesetappen von Brunnen um den Vierwaldstättersee auf das Rütli

Waldstätterweg: in sieben Tagesetappen von Brunnen um den Vierwaldstättersee auf das Rütli

 


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Über diesen Autor

Markus Stein

Markus Stein

Wenn Markus mal nicht vor dem Computer sitzt – das ist leider immer öfter immer weniger der Fall ... –, macht er mit Vorliebe die Bergwelt vor der oberbayerischen Redaktions-Haustür unsicher. Sei es mit dem Mountainbike oder Wanderschuh in der schneefreien Zeit, mit Touren- oder Alpinski im Winter. Bleibt dann noch Puste übrig, stürzt er sich auch gern mal in Münchens Kulturleben, mit Vorliebe in die Jodel-Hochburg Bayerische Staatoper. Die absoluten Reise-Highlights im Dienste der Redaktion: eine Rundreise durch Neuseeland („Der Hammer“) und Tiefschnee-Tauchgänge in Kanada („Auch nicht schlecht“).

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