Outdoor

Männer-Freuden | Schnell, dreckig, hart

Christian Haas
Geschrieben von Christian Haas

Echte Kerle werden beim Sonnenbaden am Sandstrand oder auf Kulturreise in der Toskana nur bedingt glücklich. Ganz sicher hingegen im XXL-Bagger in der Kiesgrube, mit der Kettensäge im Unterholz oder unter Wasser.  Sechs Tipps, die echt Spaß machen, eben echte Männer-Freuden.

Herzrasen in der Röhre

„L2“ – klingt harmlos. Ist es aber nicht. Denn das L steht für Looping, die 2 für Doppellooping. Und wir sprechen von einer Wasserrutschbahn. Eine, die nichts für Herzschwache ist. Schließlich starten Adrenalin-Süchtige im „Raketenstart“-Modus. Dabei öffnet sich eine Falltür unter ihnen und sie stürzen in fast freiem Fall 14 Meter nach unten, schie­ßen mit bis zu 65 km/h durch die Loops und überwinden zweimal die Schwerkraft. Noch schneller als in der „Wörgler Wasser­welt“ wird es bei der Speedrutsche in der . Da haben die Sauser bis zu 80 km/h drauf, wenn sie nach 20 Metern fast senkrechter Strecke in den Auslauf donnern. Eine Hinweistafel warnt: „Für Frauen nicht erlaubt!“

Baggern, bis die Schaufel glüht

Planierraupen, Radlader, Kettendozer – was bei der Eventplattform angeboten wird, das ist Spielzeug für Männer, die mit Gartenplanierern nicht (mehr) zufrieden sind. Und höher hinauswollen. Oder tiefer hinein. Je nachdem, ob sie sich im Führerhaus eines Lkw-Krans oder am Steuerpult eines Kettenbaggers in der Kiesgrube befinden. Doch warum nicht alles ausprobieren? In einem Wald bei Kassel geht das an verschiedenen Stationen. Ein Paradies für Maschinenbegeisterte, in diesem Fall fast ausschließlich Männer.

Bodyguard-Training

Alles zu lasch bisher? Dann ab zum Bodyguardtraining nach Israel! Der ist etwas für ganz Harte. Da braucht es neben einem tadellosen Führungszeugnis, einem Gesundheitsattest und Topkondition auch Erfahrung im Umgang mit Pistolen. Doch in den Units geht es zwar viel, aber nicht nur ums  Schießen, sondern auch um Nahkampftechniken, Konvoitraining und den Umgang mit GPS. Alles für den bestmöglichen Personenschutz eben. Oder die höchstmögliche Adrenalin-Ausschüttung.

Die Wand ruft

Die 43 Meter hohe Rappbode-Talsperre dient nicht nur als Staumauer, sondern auch als Laufstrecke. In der Senkrechten! Als House-Running-Ableger wird Wall Running angeboten. Fest verzurrt dürfen Adrenalin-Freaks in den Startkorb auf der Mauerkrone, bevor sie sich über die Kante lehnen und dann Schritt für Schritt nach unten laufen.

Sägenhaft schön

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Aber mit der Kettensäge fliegen die Fetzen! Nach einer Theorieeinführung, bei der auch die Sicherheitsvorschriften und Umweltschutzaspekte vermittelt werden, fahren die Teilnehmer in den Wald, wo sie ihren ganz persönlichen Baum zerlegen dürfen. Zur Belohnung gibt es dann ein Zertifikat.

Im Rausch der Tiefe

Minutenlang abtauchen, ohne Sauerstoffflasche, ohne doppelten Boden. Was Sicherheitsfanatiker schaudern lässt, lieben Apnoetaucher. Das Rekordziel von 214 Metern muss man als Freizeittaucher ja nicht gleich anvisieren. 20 Meter in die Tiefe oder zweimal den 25-Meter-Pool zu durchpflügen, lässt sich hingegen leicht in zwei zweitägigen Apnoekursen erlernen, etwa in München oder am Attersee.

 


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Über diesen Autor

Christian Haas

Christian Haas

Christian Haas – Jahrgang 1974, Wirkungsstätte München – liebt seit jeher die Kombination Reisen und Schreiben. Naheliegende Konsequenz: Studium der Geographie und Kommunikationswissenschaften in Eichstätt und München. Diplomarbeit in Venezuela, Nationalparkpraktikum in Puerto Rico, Redakteursanstellung in München. Seit 2002 als Reisejournalist und Autor selbstständig, Schwerpunkt Outdoor, Familie, Kurioses. Seit 2013 gehört Christian Haas zum Redaktionsteam von gambleinfo.

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