Länderberichte

Mumbai | Hoch gestapelt

Peter Pfänder
Geschrieben von Peter Pfänder

Mumbai. Superskyscraper aus Schiffscontainern sollen in übervölkerten Großstädten Wohnraum schaffen. Mit einem locker gestapelten Hochhaus von bis zu 32 Stockwerken – und damit 100 Meter Höhe – für den Dharavi-Slum in Mumbai gewann das dort ansässige einen internationalen Wettbewerb. Jeweils drei Standardcontainer sollen nach dem Willen der Planer eine Wohnung bilden.

CLOSE-UP PERSPECTIVE

Gebrauchte Schiffscontainer übereinander gestapelt ergäben ein schönes Hochhaus für Mumbais schlimmsten Slum, finden die Erfinder

Windturbinen auf der Ostseite und Solarpanele auf der Westfassade sollen für grüne Energie sorgen. Kritiker meinen allerdings, dass viele Bewohner ihre Hütten im Slum vermutlich nur ungern aufgäben, da sie auch als Shops, Cafés und so weiter dienen.

100 Meter hoch soll der Container Superskyscraper über den umliegenden Slum hinausragen

100 Meter hoch soll der Container Superskyscraper in Mumbai über den umliegenden Slum hinausragen

 

Recycelte Fliesen sollen in den Korridoren Verwendung finden und Licht ins Innere spiegeln

Recycelte Fliesen sollen in den Korridoren Verwendung finden und Licht ins Innere spiegeln

Zudem stellt sich die Frage, wie die Stahlbehälter in der Hitze Indiens mit vertretbaren Aufwand auf erträgliche Temperaturen heruntergekühlt werden sollen.

 

 



Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch: eine 10.000-Kilometer-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten ihn während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von ABENTEUER UND REISEN liebt fremde Ufer, spannende Großstädte weltweit und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up-Paddling im Sommer wie im Winter, bei Mountainbike-Touren – und in der Sauna.