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Reisegepäck | 10 Tipps fürs smarte Kofferpacken

Christian Haas
Geschrieben von Christian Haas

Egal, ob für den Stadturlaub, den Work & Travel-Aufenthalt oder die Rundreise: Wir zeigen euch, wie ihr euren Koffer smarter packt. Unsere 10 Packtipps für den Koffer mit kleinem Kaufberater sparen Platz und Nerven!

#1 | Nur die Ruhe!

Nehmt euch Zeit. Die Devise lautet: erst sammeln, dann packen. Am besten eine Packliste anfertigen und diese  Schritt für Schritt abarbeiten. Alles in einer Ecke in der Wohnung oder im Haus zusammentragen und vor dem eigentlichen Packen auf dem Bett oder anderswo einen Haufen bilden. Das sollte nicht erst am Tag der Abreise passieren. Falls etwas Wichtiges fehlt, lässt sich das noch ohne Stress besorgen.

… und eine große Vielfalt an Trolleys, Hartschalenkoffern und Weichgepäckstücken

#2 | Auf die Größe kommt es an!

Kennt ihr das? Egal, wie groß das Gepäckstück ist: Man macht es tendenziell immer randvoll. Aus diesem Grund ist die umgekehrte Herangehensweise schlauer: Erst sehen, was wirklich mit muss und dann – mit etwas Luft – das passende Gepäckstück wählen. Tut es  eine Handgepäcktasche oder ein Businesstrolley, der Kleidung und Laptop trennt? Vorteil hier: Spart Zeit beim Einchecken, bei der Gepäckausgabe und zusätzliche Gebühren.

Selbst beim Koffer, der unangefochtenen Nummer eins unter den Gepäckstücken, bleibt die Frage: Hart- oder Weichschale? Hartgepäck ist stabiler, kratzfester und komfortabler, aber auch schwerer. Harte Koffer aus 100 % Polycarbonat fallen nicht mehr allzu sehr ins Gewicht. Mit weniger Gewicht und mehr Handlichkeit punkten die weichen Koffer. Hinzu kommt höhere Flexibilität – durch veränderbare Volumina und etwaige Vortaschen.

#3 | Mut zur Lücke

Klar, man kann sich für alle Eventualitäten mit entsprechendem Equipment rüsten, aber das kostet Platz. Also lieber auf Kleidungsstücke verzichten, deren Einsatz fraglich bis unrealistisch ist (dabei hilft ein Blick auf die aktuelle Wetterprognose).

Nicht ins Gepäck müssen Föhn und Handtücher – die gibt es in (fast) jedem Hotel. Sonnencreme hingegen ist am Urlaubsort meist teurer als zuhause – und meist schlechter. Ganz wichtig: Auf der Hinreise Platz beim Packen lassen! Zum einen fehlt einem auf der Rückreise meist die Lust, alles wieder so schön platzsparend zu packen und zum anderen kommen eventuell ein paar Souvenirs aller Art und Größe dazu.

#4 | Gewichtige Entscheidungen

Wichtige Medikamente, Laptop, Kamera, Tablet, Ladekabel, Pass und Wertsachen gehören ins Handgepäck. Nur für den Fall, dass das Hauptgepäck verloren geht. Dort kommen indessen die schweren Stücke wie Jeans, Kosmetikbeutel und Bücher nach unten – dort wie die Rollen sind. Dann wird die übrige Kleidung verteilt. Die Lücken lassen sich prima mit Kleinkram ausfüllen. Schuhe gehören auch nach unten, wobei hier noch zwei Extraregeln gelten. 1. Sich auf zwei, maximal drei Paare beschränken. Und 2. Die schwereren Schuhe zum Flug anziehen.

Hochwertige Kleidungsstücke wie etwa ein Blazer werden besonders geschützt

#5 |Harte Schale, geordneter Kern

Was spricht für Hartschalenkoffer? Hier ist ein perfektes Ausnutzen des Stauraums bis in alle Ecken möglich. Tipp: In die Kuhlen zwischen dem Gestänge passen Flipflops, Badekleidung und andere kleine Dinge. Darauf liegen dann hochwertige Kleidungsstücke – wie etwa ein Blazer. Flaches wie Kleidung, Schlips und Unterlagen passt hervorragend in die Mesh- bzw. Netzfächer.

# 6 | Weich, aber nicht schlapp

Und was spricht  für Weichgepäck? Es kann sein Volumen bis zu 20 Prozent erweitern – praktisch, wenn die Souvenirausbeute höher als erwartet ausfällt! Und da das Gewebe dehnbar ist, kann der Inhalt auch mal gestopft werden. Gut zu wissen: Die Deckklappe bei Weichgepäck ist meist nicht tief und eignet sich daher perfekt für flache Kleidung wie Hosen, Röcke etc. Das ergibt dann auch gleich eine zusätzliche Polsterung des Innenraums.

… so hat man auf Reisen immer noch eine extra Tasche dabei

#7 | Schuh-bi-du!

Unterwegs müssen Schuhe einiges mitmachen und werden schmutzig. Aber wohin mit den Drecktretern, wenn sie  nicht in den Tiefen einer Plastiktüte muffig werden sollen? Lösung: Schnappt euch eine Duschhaube und schon sind eure Klamotten geschützt – und die Schuhe bleiben belüftet. Alternativ lässt sich auch ein Sattelschoner über die Schuhe ziehen. In die Schuhe selbst lassen sich prima kleinere Gegenstände packen, etwa Socken.

#8 | Rollenspiele

Generell bekommt ihr mehr in den Koffer, wenn ihr die Kleidung rollt statt sie zu falten – egal, ob Hose, Pulli, Rock oder T-Shirt. Aber aufgepasst: Man muss eng und genau rollen. Damit die Rolle nicht einknickt, könnt ihr sie mit Socken vollstopfen – so spart ihr Platz im Koffer. An anderer Stelle können zerbrechliche Dinge wie Sonnenbrillen oder kleine Accessoires miteingerollt werden, damit sie geschützt sind. Besonders rollwürdig sind Chinos und Hemden.

#9 | Erst gurten, dann spurten

Feste Gurte, die flexibel einstellbar sind, ermöglichen eine variable Beladung des Koffers und zerdrücken im Gegensatz zu elastischen Gurten die Kleidung nicht!

# 10 | Läuft – aber hoffentlich nicht aus!

Das ist wahrscheinlich schon jedem mal passiert: Eine aufgeplatzte Handcreme oder Shampooflasche, deren Inhalt sich im  Koffer verteilt. Sicherheitsmaßnahme: ein Stück Frischhaltefolie über die Flaschenöffnung ziehen und den Verschluss wieder verschrauben. Am besten Shampoo, Zahnpasta und Haargel in einen Klarsichtbeutel packen. Im Fall des Falles ist hilfreich, wenn der Trolley ein herausnehmbares Innenfutter hat, das sich waschen lässt.

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Über diesen Autor

Christian Haas

Christian Haas

Christian Haas – Jahrgang 1974, Wirkungsstätte München – liebt seit jeher die Kombination Reisen und Schreiben. Naheliegende Konsequenz: Studium der Geographie und Kommunikationswissenschaften in Eichstätt und München. Diplomarbeit in Venezuela, Nationalparkpraktikum in Puerto Rico, Redakteursanstellung in München. Seit 2002 als Reisejournalist und Autor selbstständig, Schwerpunkt Outdoor, Familie, Kurioses. Seit 2013 gehört Christian Haas zum Redaktionsteam von gambleinfo.