Fliegen

Singapore Airlines | Business Class im Test

Peter Pfänder
Geschrieben von Peter Pfänder

Die Aaaaah-Klasse. Wir haben Singapore Airlines’ Business Class in der A350-900 auf dem Flug von München in die Löwenstadt getestet und fanden sie einfach:

Die A350-900 verbraucht durch moderne Antriebstechnik, leichte Werkstoffe sowie aerodynamisches Design 30 Prozent weniger Kerosin als die 777-200ER. Das moderne Luftreinigungssystem tauscht die Kabinenluft alle zwei bis drei Minuten komplett aus.

Ein Kabinenluftdruck, der dem auf 1.800 Meter Meereshöhe (statt wie üblich 2.800 Meter) entspricht, verbes­sert zusammen mit höherer Luftfeuchtigkeit das Wohlbefinden. Da es an Bord der A350 keine First Class gibt, sitzen Business-Gäste „ganz vorn“. Viel Freiraum durch fehlende Gepäckablage in der Kabinenmitte.

Sitzprobe

Die 42 Sitze der Business Class sind so angeordnet, dass jeder Passagier freien Zutritt zum Gang hat. Abstand: 1,50 Meter. Sitzbreite: 72 Zentimeter – selbst die First-Class-Sitze der Emirates-A380 sind 14 Zentimeter schmaler! Viel Stauraum für Laptop, Handy, Ladekabel und Brille.

Zum Schlafen wird die Rückenlehne nach vorn geklappt und die Sitz-Rückseite wird zur Matratze eines 1,98 Meter langes Betts mit Kopfteil, Bettdecke und Kissen. Die hohe, recht weit nach vorn gezogene Schale des Sitzes garan­tiert gute Privacy.

Rüclenlehne nach vorn klappen und schon hat man ein fertiges Bett mit bequemer Matratze

Dezente Farben, extrem breite Sitze, viel Stauraum

Schmeckt’s?

Wer besondere kulinarische Präferenzen hat (beispielsweise indisch oder japanisch) oder eine spezielle Diät verfolgt, der reserviert sein Wunschmenü unter . Aber auch die reguläre Karte macht glücklich mit einer Bandbreite von Zander in Riesling-Sahne-Soße bis zur geschmorten Rinderhesse in Thao-Om-Curry.

Auch Liebhaber der japanischen Küche können ein enstprechendes Menü vorab bestellen

Lust auf Indisch? Vorab über Book the Cook reservieren

Die hervorragende Auswahl an Weinen wie Riesling von Hüls oder ein 2015er Heirloom Shiraz sorgt für die nötige Bettschwere. Wer stattdessen arbeiten muss, hält sich mit einigen der Monoarabica-Espresso von Illy wach …

Ablenkung?

an Filmen, Serien, Musik und Spielen – insgesamt mehr als 1.000 Einzeltitel. Der 18-Zoll-HD-Bildschirm ist kein Touchscreen, man steu­ert alles über das Touchscreen-Handheld.

Großer Bildschirm. Riesige Auswahl

Resümee

Kabine, Essen und Service sind exzellent. Aus gutem Grund wurde Singapore Airlines 2018 von Skytrax vor Qatar Airways und ANA zur „World’s Best Airline“ gekürt. Man mag in der Business Class eines Golf-Carriers (etwas!) günstiger nach Asien kommen, aber sicher nicht so bequem und so schnell (in 11,5 bis 12 Stunden) wie mit Singapore Airlines.

SilverKris Lounge im Terminal 3 Changi Airport

Preisfrage

Business-Class-Flüge nach Singapur gibt es ab 2.966 Euro, in der Premium Economy ist man ab 1.099 Euro dabei. Angebote und und hier geht es zu den City-Tipps für einen Stopover in Singapur und Streetfood-Empfehlungen

 

Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch: eine 10.000-Kilometer-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten ihn während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von „gambleinfo“ liebt fremde Ufer, spannende Großstädte weltweit und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up-Paddling im Sommer wie im Winter, bei Mountainbike-Touren – und in der Sauna.