Fliegen

Test-Urteil | Airline-Websites schlagen Flugportale

Stiftung Warentest hat für seine August-Ausgabe die Websites von Airlines und Flugvergleichsportale getestet. Resümee: Bei letzteren sind Tickets oft teurer als im
Falle der direkten Buchung bei der Airline.

Zudem seien bei  den Flugvergleichsportalen die Stornierungsbedingungen schlechter. Da die Fluggesellschaften keine Provisionen bezahlen, müssen die Portale anderweitig Geld verdienen und drängen den Kunden Versicherungen und weitere Reisebausteine auf. Keines der geprüften Flugportale bot bei den Testbuchungen zudem eine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit – ein Ärgernis, auf das auch wir in unserem Magazin „gambleinfo“ immer wieder hingewiesen haben.

cover-test08_2016-gross

Für einen einfachen Flug Berlin-Rom weist Opodo laut einen Gesamtpreis von 47,49 Euro aus. Wer den Flug mit seiner Visa-Kreditkarte bezahlen möchte, zahlt dafür 11,05 Euro plus  31,50 Euro Servicegebühr. Unterm Strich mache das 90,04 Euro – fast das Doppelte des ursprünglichen Preises, so die Tester. Auch bei anderen Flugbuchungsportalen wie flug.de, expedia, flug24 oder ebookers sind die Buchungen oft umständlich und intransparent, sie verlangen häufig eine Servicegebühr, drängen Zusatzleistungen auf und Stornierungen können ebenfalls teurer werden als bei der Airline direkt.

Der einzige Prüfpunkt, bei dem einige Vergleichsportale besser abschneiden als die  fünf geprüften Buchungsportale von Airberlin, Easyjet, Eurowings, Luft­hansa und Ryanair ist die Suche nach Flügen.

img_2863

Eigene Erfahrungen der Redaktion zeigen, dass dies oft auch bei Buchung von Flügen mit internationalen Carriern wie Turkish Airlines, Japan Airlines, Emirates und anderen gilt.

Tipp: Bei Portalen Flüge suchen, bei Airlines direkt buchen

Die Stiftung Warentest rät, zunächst über Flugbuchungsportale zu ermitteln, welche Fluggesellschaft die gewünschte Strecke anbietet und günstige Preise hat. Buchen sollte man dann direkt bei der Fluggesellschaft, das sei einfacher, transparenter und oft billiger.

img_2865

Wer seine Rechte als Fluggast durchsetzen will, kann dies mit Hilfe von Internetportalen wie AirHelp, refund.me oder flug-verspaetet.de tun. Test und test.de stellen sechs Anbieter vor und , wie sie funktionieren.

Der ausführliche Test Flugbuchungsportale und der Artikel Fluggastrechte erscheinen in der August-Ausgabe der Zeitschrift test und sind online abrufbar.



Über diesen Autor

Peter Pfänder

Peter Pfänder

Leidet an chronischem Fernweh, seit er 15 ist. Härtester Therapieversuch: eine 10.000-Kilometer-Radtour rund ums Mittelmeer im Alleingang im Jahr 1985. Die „itchy feet“ führten ihn während des Studiums (Politologie und Islamwissenschaften) in Tübingen und Damaskus immer wieder in den Nahen Osten. Lebte viele Monate in Jemen, Syrien und Libanon. Arbeitete als Gabelstaplerfahrer, freier Autor und Redakteur. Der Chefredakteur von „gambleinfo“ liebt fremde Ufer, spannende Großstädte weltweit und exotische Küchen. Entspannt am liebsten beim Schwimmen im See oder Meer, beim Stand-up-Paddling im Sommer wie im Winter, bei Mountainbike-Touren – und in der Sauna.

Katalog-Service

Nice 'n' easy

Holen Sie sich für Ihre Reiseplanung die Kataloge renommierter Spezialveranstalter gratis ins Haus